09/06/2026 0 Kommentare
AUS DEM KIRCHENKREIS: Kirchenkreis Unna beschreibt neue Ziele
AUS DEM KIRCHENKREIS: Kirchenkreis Unna beschreibt neue Ziele
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AUS DEM KIRCHENKREIS: Kirchenkreis Unna beschreibt neue Ziele
Wenn die Wirkung zählt
Als Kirche wirksam sein, danach das eigene Handeln bewerten und ausrichten – dazu ermutigte Dr. Miriam Zimmer die Synodalen des Ev. Kirchenkreises Unna. Auf der Kreissynode, dem obersten Leitungsorgan des Kirchenkreises sprach die Religionssoziologin über die Messbarkeit der Auswirkungen kirchlichen Handelns. Die so gewonnen Erkenntnisse gerade in Änderungsprozessen mit knapperen Ressourcen zu nutzen und danach zu entscheiden, war ihre Botschaft. „Dann machen wir keine großen Leitpapiere mehr, sondern nehmen uns vielleicht eine Idee pro Jahr“.
Mitten in große Veränderungsprozesse hinein beschäftigten sich die Mitglieder der Synode mit der Wirkung von Kirche. Dies nahm auch Superintendent Dr. Karsten Schneider auf, der in seinem Bericht über die Situation der Gemeinden dazu ermutigte: „in unseren Zusammenhängen Neues zu wagen und auszuprobieren, Kirche damit in gewisser Hinsicht zu re-formieren.“ Mittlerweile sind im Kirchenkreis Unna alle 13 Gemeinden auf Wegen zur Vereinigung mit Nachbargemeinden. In Bergkamen und im Süden haben die zukünftigen Gemeinden schon neue Namen, in Kamen wird gerade danach gesucht, in Unna sind die Beratungen über die Zusammenarbeit im Gange. Das dies ein notwendiger Weg sei, um als Kirche weiterhin wirkungsvoll zu sein, davon ist Schneider überzeugt. Hierauf bezog sich auch die 1. stellvertretende Landrätin Heike Bartmann-Scherding in ihrem Grußwort: „Kirche darf sich nicht zurückziehen, wir verstehen und brauchen sie als verlässlichen Partner für die vielen Aufgaben, die Kirche übernimmt.“
Eine davon ist die des Klimaschutzes. Hierfür hat die Synode ein Klimaschutzkonzept verabschiedet, dass das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2040 verfolgt und hierfür konkrete Maßnahmen beschreibt. Dafür werden in den nächsten Jahren 2 Millionen Euro insbesondere in die klimagerechte Modernisierung von Gebäuden investiert.
Auch verabschiedet wurde das Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt. Dort werden die Maßnahmen beschrieben, die im Ev. Kirchenkreis Unna zum Schutz vor Übergriffen ergriffen werden, aber auch die Aufarbeitung im Falle von Vorfällen bekommt dadurch Struktur. Arbeitsblätter ergänzen das Konzept und machen es zu einer praktischen Handlungshilfe.
Für die Zusammenarbeit in einem gemeindlichen pastoralen Team hat die Synode Leitlinien festgesetzt. Zukünftige „Interprofessionelle Pastoralteams“ – kurz IPT, setzen sich zusammen aus Pfarrpersonen sowie weiteren Mitarbeitenden. Die können etwa zuständig sein für Gemeindepädagogik oder Gemeindemanagement. Gerade für die zukünftig entstehenden großen Gemeinden sind solche Teams in Planung.
Die Kreissynode leitet den Kirchenkreis und besteht aus Delegierten der Gemeinden sowie Vertretungen der Arbeitsbereiche. Sie hat im Kirchenkreis Unna rund 100 Mitglieder und kommt zweimal jährlich zusammen.
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Bildunterschrift: Dr. Miriam Zimmer ermutigte die Synodalen, ihr Engagement auf die jeweilige Wirkung hin zu überprüfen und auszurichten.
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Text: Dietrich Schneider
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