AUS DEM KIRCHENKREIS: Klimaschutz hat hohen Stellenwert

AUS DEM KIRCHENKREIS: Klimaschutz hat hohen Stellenwert

AUS DEM KIRCHENKREIS: Klimaschutz hat hohen Stellenwert

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AUS DEM KIRCHENKREIS: Klimaschutz hat hohen Stellenwert

Online-Beteiligung zum Klimaschutzkonzept liefert deutliche Erwartungen an Zukunftsstrategie

Die jüngste Online-Beteiligung zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts des Evangelischen Kirchenkreises Unna zeigt: Klimaschutz hat für die Menschen im Kirchenkreis einen hohen persönlichen wie kirchlichen Stellenwert. Zwischen dem 30. Oktober und 30. November 2025 nahmen rund 50 Personen an der Befragung teil, die aus einem Fragebogen und einer digitalen Beteiligungskarte bestand. Besonders die Ergebnisse aus dem Fragebogen geben klare Hinweise darauf, welche Rolle die Kirche aus Sicht der Teilnehmenden künftig einnehmen soll.Die Auswertung zeigt ein klares Meinungsbild: Klimaschutz wird mehrheitlich als wesentlicher Bestandteil christlicher Verantwortung verstanden – als Bewahrung der Schöpfung. Viele Befragte wünschen sich daher ein sichtbares und konsequentes Handeln. Die Kirche solle Orientierung geben und Menschen für Klimaschutz motivieren.

Gebäude & Energie

Besonders dringlich erscheint den Teilnehmenden der Bereich Gebäude und Energie. Energetische Sanierungen sowie der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien werden als wichtigste Ansatzpunkte genannt. Als weiteres sichtbares Feld wurde die Mobilität benannt. Jobräder, Lastenräder oder eine klare Regelung für klimafreundlichere Dienstfahrten werden als konkrete Schritte gesehen, die schnell Wirkung zeigen könnten. Einige dieser Maßnahmen konnten bereits im Ev. Kirchenkreis Unna umgesetzt werden. Neben technischen und strukturellen Maßnahmen betonen die Befragten auch die Bedeutung nachhaltiger Alltagspraktiken. Besonders häufig wurden eine umweltfreundlichere Beschaffungspolitik, weniger Lebensmittelverschwendung sowie eine stärkere Orientierung an regionalen und fairen Produkten genannt. Ein überraschender Befund betrifft die Wahrnehmung des kirchlichen Engagements: Während viele Befragte durchaus Aktivitäten sehen, empfinden sie die Kommunikation darüber als unzureichend. Klimaschutzmaßnahmen würden bisher zu wenig erklärt, nicht ausreichend sichtbar gemacht oder nicht regelmäßig kommuniziert. Die Ergebnisse weisen daher auf ein klares Kommunikationsdefizit hin – und auf die Chance, bereits bestehende Ansätze stärker hervorzuheben.Aus den Ergebnissen lässt sich ein klarer Auftrag ableiten: Die Menschen im Ev. Kirchenkreis Unna wünschen sich ein Klimaschutzkonzept, das ambitioniert ist, aber zugleich machbar bleibt – ein Konzept, das den Alltag in den Gemeinden berücksichtigt, finanzielle Rahmenbedingungen realistisch einschätzt und Klimaschutz sichtbar und nachvollziehbar macht.

Klimawerkstatt

Die Ergebnisse der Online-Beteiligung fließen nun direkt in die Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts ein. Sie bildeten auch eine wichtige Grundlage für die Klimawerkstatt. Dieser Workshop fand Anfang Februar 2026 mit 24 Teilnehmenden aus den Kirchengemeinde und dem Kirchenkreis statt. Im Mittelpunkt stand die Priorisierung der Maßnahmen für das Klimaschutzkonzept des Kirchenkreises. Im Rahmen des Workshops wurden konkrete Vorschläge diskutiert, bewertet und gemeinsame weiterentwickelt. Der Vormittag war geprägt von einem regen Austausch und lebhaften Diskussionen, die deutlich machten, wie groß das Engagement für klimafreundliche Veränderungen im gesamten Kirchenkreis ist. Zugleich wurde die Bedeutung der Kirchengemeinden als zentrale Akteure im Klimaschutz sichtbar. Die in der Klimawerkstatt priorisierten Maßnahmen werden nun weiter ausgearbeitet und im nächsten Schritt in das Klimaschutzkonzept des Kirchenkreises eingepflegt. 

Mehr Informationen gibt es bei Klimaschutzmanagerin Katrin Mertens (katrin.mertens@ekvw.de oder 02303 288202)

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